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Allgemeines     

Eine Chlamydien-Infektion ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die durch Bakterien verursacht wird.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht von geschätzten 300 000 Neuinfektionen pro Jahr bei Frauen aus. Genaue Zahlen für schwule Männer sind hier nicht verfügbar, die Ergebnisse einiger Studien des RKI geht jedoch auch hier von einer starken Steigerung der Neuinfektionsraten vor allem bei schwulen Männern aus.

Diese Infektionen bleiben vor allem bei Männern sehr häufig (50% der Chlamydien-Infektionen und 30 % der Gonokokken-Infektionen) unentdeckt und deshalb unbehandelt.

Übertragungswege

Die Bakterien werden übertragen, wenn frisches infektiöses Sekret auf deine Schleimhäute Zu den Schleimhäuten gehören:
- Augenbindehaut
- Rachen
- Harnröhre
- Enddarm

An allen genannten Schleimhäuten können Krankheitsanzeichen auftreten, wenn diese mit Erregern, die über Schleimhautkontakt übertragen werden können, in Berührung gekommen sind.
 gerät.

Dies bedeutet, dass Chlamydien auch ohne Spermakontakt bei ungeschütztem Anal- bzw. Oralverkehr und über Schmierinfektionen Kontakt- und Schmierinfektion bedeutet, dass Krankheitserreger über den direkten Kontakt empfänglicher Schleimhäute mit infektiösem Sekret übertragen werden. Erreger können aber auch über die Hände übertragen werden, wenn sie von hier direkt auf Schleimhäute gelangen.   übertragen werden.


Krankheitsanzeichen

Krankheitsanzeichen zeigen sich ungefähr 1-3 Wochen nach der Ansteckung an den entsprechenden Übertragungsstellen.

Bei der Ansteckung deiner Harnröhre kommt es zu Ausfluss und Brennen beim Pinkeln; bei der Ansteckung deines Enddarms zu eitrigem Ausfluss und bei einer Ansteckung deines Rachens zu Halsschmerzen. Wenn die Bakterien in deine Augen gelangen, kann es auch zu einer eitrigen Bindehautentzündung kommen.


Ansteckungsort - Krankheitsanzeichen

Harnröhre - Ausfluss und Brennen beim Pinkeln

Enddarm - Ausfluss und evtl. Kreuzschmerzen

Rachen - Halsschmerzen

Augen - eitrige Bindehautentzündung

Behandlung

Die Infektion kann durch einen Abstrich und/oder durch eine Urinuntersuchung beim Urologen oder Hautarzt Wenn du den Verdacht hast, dich mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung angesteckt zu haben, solltest du einen Urologen oder einen Hautarzt aufsuchen. Vielen Menschen fällt es schwer, über so persönliche Dinge mit einem fremden Menschen zu sprechen. Dazu kommt, dass sexuell übertragbare Erkrankungen stark tabuisiert sind. Tatsache ist aber, dass sie sehr häufig vorkommen und sich jeder sexuell aktive Mensch anstecken kann. Dies hat weder mit einem besonders ausschweifenden Lebenswandel, noch mit einem verantwortungslosen Umgang mit Sex zu tun.  festgestellt werden. Die Infektion wird mit Antibiotika behandelt. Seit einiger Zeit kann auch mit einer hohen, einmaligen Dosis behandelt werden. Der Behandlungserfolg muss kontrolliert werden.

Es ist sehr wichtig, dass alle bekannten Sexualpartner der letzten sechs Monate über die Erkrankung aufgeklärt werden und sich gegebenenfalls behandeln lassen.

Folgen

Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, können sich als Spätfolgen Nebenhodenentzündungen, Prostataentzündungen und Gelenkentzündungen entwickeln. Spätfolgen sind auch ohne vorherige Symptome möglich.

Schutz

Kondome senken das Infektionsrisiko. Aufgrund der vielfältigen Infektionswege ist dieser Schutz jedoch nicht immer ausreichend. Deshalb solltest du die Anzeichen kennen und sofort zum Arzt gehen, wenn du den Verdacht hast, dich angesteckt zu haben.

Ganz wichtig ist, dass durch die Schleimhautentzündungen ein erhöhtes Risiko für eine HIV-Infektion besteht, da die Viren in geschädigte Haut leichter eindringen können.